{"id":41,"date":"2020-09-07T20:50:24","date_gmt":"2020-09-07T20:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gbs.reginabruetsch.de\/?p=41"},"modified":"2020-12-09T16:08:26","modified_gmt":"2020-12-09T16:08:26","slug":"41","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gbs.reginabruetsch.de\/index.php\/2020\/09\/07\/41\/","title":{"rendered":"HI"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"41\" class=\"elementor elementor-41\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-212e2cb4 animated-slow elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default elementor-invisible\" data-id=\"212e2cb4\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;animation&quot;:&quot;slideInLeft&quot;,&quot;animation_delay&quot;:800}\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-background-overlay\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2b4347cc\" data-id=\"2b4347cc\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-295feb9d elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"295feb9d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><\/p>\n<p>GBS war auch meine Diagnose, 2003 auf Langkawi, Malaysia. Mein Name ist Regina Br\u00fctsch, jetzt 50 Jahre jung, von Beruf Diplom Ingenieur Fachrichtung Ern\u00e4hrungs und Hygienetechnik, in Erwerbsminderungsrente. 2002 beschloss ich f\u00fcr einige Zeit in Malaysia zu leben. Und dort beginnt auch mein Erfahrungsbericht. Es begann eines Morgens. Nach dem Aufwachen stellte ich fest, dass ich taube H\u00e4nde hatte, was mich zun\u00e4chst nicht weiter beunruhigte. Doch im Laufe der n\u00e4chsten zwei Tage breitete sich die L\u00e4hmung \u00fcber den ganzen K\u00f6rper aus. Das Atmen fiel mir zunehmend schwerer. Da ich mich im Ausland befand, war ich nicht besonders erpicht darauf, dass hiesige Krankenhaus aufzusuchen. Hinzu kam, dass ich wusste, dass meine Auslandskrankenversicherung drei Wochen zuvor ausgelaufen war. Es gab zu diesem Zeitpunkt bereits den Plan, zeitnah in Deutschland Urlaub zu machen, unter anderem auch, um die Auslandskrankenversicherung zu erneuern. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Leider. Nach drei Tagen war meine Verfassung so schlecht, dass mich Freunde umgehend in das n\u00e4chste Krankenhaus brachten. Ein junger Arzt \u00fcberbrachte mir die Diagnose bereits 10 Minuten nach unserem Eintreffen. Welch gro\u00dfes Gl\u00fcck. Er erkl\u00e4rte und beschrieb mir kurz Krankheit und Verlauf, auch dass ich noch in der selben Nacht auf das Festland nach Alor Setar transportiert werden w\u00fcrde, wo seine Diagnose mittels der Lumbalpunktion best\u00e4tigt wurde. Ab diesem Zeitpunkt sind meine Erinnerungen sehr verschwommen. Ich hatte Angst und es gab Niemanden, der mir beistand. Ich war sehr krank und komplett auf mich selbst gestellt. Englisch auf dem Festland nicht g\u00e4ngig und meine sprachlichen F\u00e4higkeiten diese Thematik betreffend, sehr begrenzt. Doch dann stand nach wenigen Tagen meine Mutter Roswitha und mein Bruder Volker an meinem Bett. Und ich wusste, Alles wird gut. Von da an gab es \u00fcberall helfende Menschen, was ich selbst kaum mehr wahrnahm, denn zu diesem Zeitpunkt war ich bereits komplett gel\u00e4hmt und musste beatmet werden, meine Augen, als letzte Kommunikationsm\u00f6glichkeit, wurden nachts mit Klebeband zugeklebt, da ich sie selbst nicht mehr schliessen konnte. Horrorvisionen begannen, so real, dass ich nicht mehr unterscheiden konnte, was Realit\u00e4t und was Fiktion war, begleitet von unglaublichen Schmerzen. Ein Horrortrip par exellence. Die helfenden Menschen haben zu meinem Gl\u00fcck zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Familie, Freunde, ehemalige Arbeitskollegen, Menschen, denen ich nie begegnet bin haben auf jede erdenkliche Art und Weise unerm\u00fcdlich geholfen, meine Dankbarkeit daf\u00fcr ist unbeschreibbar. Mit ziemlicher Sicherheit w\u00fcrde ich heute, hier und jetzt nicht sitzen und diesen Bericht verfassen, h\u00e4tte es sie nicht gegeben. DANKE!<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Wichtig war f\u00fcr mich, dass es keine Sekunde gab, in der mir nicht vermittelt wurde, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass ich wieder komplett gesund werde. Deswegen habe ich nie gezweifelt oder gehadert. Im Gegenteil. Auch nach einen Warum habe ich nie gefragt. Mein Ziel war wieder zu laufen, aktiv am Leben zu sein. Selbst heute habe ich trotz meiner Defizite nicht aufgegeben, meine Situation st\u00e4ndig zu verbessern. Und es gelingt mir immer noch. Die Schritte sind sehr sehr klein, manchmal gibt es auch R\u00fcckschritte, doch die Fortschritte sind gr\u00f6\u00dfer und ich lebe. Der konsequente Gang zur Physiotherapie und Massageanwendungen, Sport und Ern\u00e4hrung helfen mir dabei. Es gilt die eigenen Grenzen immer wieder neu auszutesten, sich Frustrationen nicht hinzugeben, wenn das Resultat nicht befriedigend ist. \u00a0Morgen k\u00f6nnte die heutige Frustration zum Erfolgserlebnis werden. Deswegen lohnt es sich, jeden Tag aufs Neue den Versuch zu wagen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Insbesondere bedanke ich mich bei Albert Handelmann (<a href=\"https:\/\/gbs-selbsthilfe.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutsche GBS CIDP Initiative e. V.<\/a>), der von Anfang an mit Wissen, hilfreichen Worten und Beistand immer erreichbar war. Danke!<\/p>\n<p><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Es ist wunderbar am Leben zu sein. Danke daf\u00fcr.<\/p>\n<p><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GBS war auch meine Diagnose, 2003 auf Langkawi, Malaysia. Mein Name ist Regina Br\u00fctsch, jetzt 50 Jahre jung, von Beruf Diplom Ingenieur Fachrichtung Ern\u00e4hrungs und Hygienetechnik, in Erwerbsminderungsrente. 2002 beschloss ich f\u00fcr einige Zeit in Malaysia zu leben. Und dort beginnt auch mein Erfahrungsbericht. Es begann eines Morgens. 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